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Jun 12, 2015

Ja-Wort im Jugendstil-Zimmer

in Allgemein

Quelle: süddeutsche.de [Von Manuela Warkocz, Unterbrunn]

Das erste Paar heiratet im neuen Trauzimmer im Unterbrunner Pfarrhof

Romantischer hätte die Trauung für Petra Fromm-Preischl und Jörg Preischl gar nicht sein können: Die Brautleute durften sich als erstes Paar ihr Ja-Wort im neuen Trauungszimmer des Unterbrunner Pfarrhofs geben – und dazu auf antiken Stühlen aus dem eigenen Familienbesitz Platz nehmen.

Das Mobiliar kommt von der Familie der Unterbrunner Braut. “Meine Schwester hatte die Stühle aus ihrem Haus ebenso wie Vitrine, Buffett und den großen Tisch an die Gemeinde verkauft”, sagt die frisch gebackene Petra Fromm-Preischl, Rektorin der Grundschule Söcking, nach der Trauung. Dem prachtvollen Salon im Erdgeschoss des Jugendstil-Pfarrhauses verleihen die perfekt restaurierten Stücke zusätzliches Flair. Die Gemeinde hatte das denkmalgeschützte Juwel, Baujahr 1907, vergangenes Jahr von der Erzdiözese Augsburg erworben.

Unter der liebevollen Obhut von Angelika Göschl gewann das repräsentative Anwesen in den vergangenen Monaten seinen früheren Glanz zurück. Die 48-jährige Unterbrunnerin kennt das Haus als Ministrantin seit ihrer Kindheit. Heute verwaltet sie das Pfarrbüro, die Seminarräume im Obergeschoss, und kümmert sich um das Trauzimmer.

50 000 Euro investierte die Gemeinde in Restaurierung, neue Heizung und Elektrik, zwei Küchen und neue Toiletten. In Absprache mit dem Gautinger Bauamt wurde im Trauzimmer das Original-Parkett abgeschliffen. Goldbraune Holzvertäfelung, Kassettendecke, Lüster – ein prächtiger Rahmen für eine Hochzeit. Ob alles rechtzeitig fertig werden würde, war gar nicht gewiss, als Petra Fromm-Preischl und Jörg Preischl ihre Trauung anmeldeten. Dass die beiden Unterbrunner an ihrem Ort ihre Ehe schließen konnten, “war wirklich zauberhaft”, so die glückliche Hochzeiterin. Nur mit kleinem Anhang – Schwiegereltern, Geschwister und ihren jeweils beiden Kindern – traten sie vor den Gautinger Standesbeamten Stefan Tanner. Anschließend bat Angelika Göschl die Gesellschaft zum Empfang. Den richtet sie je nach Wunsch im hübschen Garten, auf der Veranda oder im Trauungszimmer selbst aus.

Für die Vermählung in der Unterbrunner Villa müssen Paare 100 Euro extra bezahlen, zusätzlich zu den üblichen Standesamtsgebühren. Auch für Blumenschmuck muss man selbst aufkommen. Dennoch sind die Trauungen in Unterbrunn offenbar sehr gefragt. Es stünden bereits die nächsten an, heißt es aus dem Gautinger Rathaus. Für 2016 hätten sich schon mehr als ein Dutzend Paare angemeldet. Wer seinen Wunschtermin nicht mehr ergattert, kann es ja so halten wie Petra Fromm-Peischl und ihr Mann. Das Paar, das bereits seit acht Jahren zusammen ist, genoss seine Flitterwochen in Frankreich einfach schon vor der Trauung.

Jun 10, 2015

Die erste Trauung im Unterbrunner Pfarrhof

in Allgemein

Quelle: merkur.de

Unterbrunn – Petra Fromm-Preischl (50) und Jörg Preischl (55) haben sich einen Traum erfüllt: Die beiden Unterbrunner haben im neuen Trauungszimmer des Pfarrhofs geheiratet. Das Paar war das erste, das sich dort das Ja-Wort gab.

„Wenn man hier lebt und erfährt, dass in Unterbrunn ein Standesamt eingerichtet wird, dann will man da auch heiraten“, sagte Petra Fromm-Preischl. Viele weitere Eheschließungen werden folgen.

„Das Haus ist einfach wunderschön“, schwärmt Petra Fromm-Preischl vom Pfarrhof auch noch ein paar Tage nach der Hochzeit. „Es hat ein wunderbares Ambiente“, sagt die Rektorin der Söckinger Grundschule.

Der idyllische Garten diente als Kulisse für die Hochzeitsfotos, dort gab es auch einen Sektempfang. Innen überzeugt der Pfarrhof mit einer „unheimlich festlichen Atmosphäre“ sowie einem alten Mobiliar, das perfekt ins Ambiente passt. „Das ist sehr beeindruckend.“

Wenn Petra Fromm-Preischl von der romantischen Atmosphäre im und rund um das Haus schwärmt, dankt sie dabei Angelika Göschl. „Frau Göschl hat ein unglaublich tolles Händchen dafür. Sie hängt viel Herzblut rein.“ Die Verwalterin hat das Haus eingerichtet – mit teilweise selbst restaurierten Möbeln, die sie aus alten Beständen gekauft oder als Geschenk erhalten hat (wir berichteten).

Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Gemeinde den Pfarrhof gekauft und renovieren lassen. Nun kann dort auch geheiratet werden, und „das kann man sehr empfehlen“, betont Petra Fromm-Preischl, die seit 20 Jahren in Unterbrunn lebt. Mit ihrem Mann ist sie seit acht Jahren zusammen, wegen ihr zog er etwas später in das Dorf.

Es gibt bei der Gemeinde viele Nachfragen nach Trauungen im Pfarrhof – noch im Juni sowie im Juli stehen die nächsten an. Und auch für das kommende Jahr haben sich bereits mehr als ein Dutzend Paare gemeldet.

Jun 1, 2015

Viel Herzblut für den Unterbrunner Pfarrhof

in Pfarrhof News

Quelle: Merkur.de

Unterbrunn – Neues Leben kehrt in den gemeindlichen Pfarrhof in Unterbrunn ein. Die gebürtige Unterbrunnerin Angelika Göschl erfüllt sich in dem Anwesen einen Traum – und kümmert sich um alles.

Angelika Göschl (48), verheiratete Mutter von zwei Buben, kümmert sich um den großen Garten, verwaltet das Pfarrbüro mit Standesamt und ihre gemieteten Seminarräume. „Ich mochte dieses Haus immer gern“, schwärmt Angelika Göschl.

Pfarrhof Unterbrunn - Verwalterin Angelia Göschl
Neue Ansprechpartnerin im herrschaftlichen Pfarrhaus: Angelika Göschl kümmert sich um den Garten, verwaltet das Pfarrbüro und mietet selbst Seminarräume.© Jaksch
Pfarrhof Unterbrunn - Tauzimmer
Eine Augenweide: das neue Trauungszimmer.© Jaksch

Schon als Ministrantenkind und Sternsingerin kam die Unterbrunnerin ins herrschaftliche Pfarrhaus. Damals noch zu Zeiten von Pater Pius. Als die Gemeinde Gauting dann das Anwesen von der Erzdiözese Augsburg erwarb, war’s soweit: Mit Herzblut kümmert sich Göschl, die auch Laienschauspielerin am Unterbrunner Bauerntheater ist, seit diesem Frühjahr um die Traum-Immobilie.
„Immer in Absprache mit Gautings Bauamtsleiterin Christiane Ait“ wählt Angelika Göschl auch das Material aus. Eine Augenweide ist bereits jetzt das holzvertäfelte Trauungszimmer mit Veranda. Das Original-Parkett ist bereits abgeschliffen und neu versiegelt. Angelika Göschl hat gerade passende gedrechselte Antik-Stühle für das Brautpaar und die Trauzeugen erworben – und die Kassetten-Decke mit Bio-Öl eingelassen.

In den beiden Küchen im Erd- und Obergeschoss sind neutrale weiße Fliesen verlegt. Ebenso in den vier sanierten WC-Anlagen. In Renovierungsarbeiten, neue Rauchmelder, Elektrik-Sanierung, Blitzschutz und Heizungsanlage steckt die Gemeinde heuer insgesamt 50 000 Euro, sagt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt. Das Erdgeschoss mit Trauungszimmer nutzen künftig Kirchengemeinde und Vereine. Für die Gläubigen ist Angelika Göschl die Ansprechpartnerin vor Ort.
Oben im Denkmal hat die Ausbildungsleiterin ihr eigenes gemietetes Reich mit Seminarräumen – „und bei Föhn sogar den Blick in die Alpen“. Abends werden im künftigen Veranstaltungshaus auch Qi-Gong-Kurse oder Lesungen zu bayerischem Brauchtum stattfinden.
Am 13. Juni ist das holzvertäfelte Trauungszimmer bereits für eine Hochzeit reserviert. Für den Sekt-Empfang im idyllischen Obstgarten will Angelika Göschl noch einen Pavillon aufstellen.

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